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PISA  und was nun?                                                                             

Die Mitte im Kreis der Intelligenzen ist die Musik                            

Vom Ursprung der Musik, der Sprache, des Menschen             

Gewaltprävention durch Musikerziehung                                       

Eltern-Kind-Singen                                                                                

Frühere Bücher von Ernst Waldemar Weber                 Schafft die Hauptfächer ab!

Musik macht Schule

Musik macht Schule (Kurzfassungen)

Die vergessene Intelligenz

 

Ernst Waldemar Weber

PISA   und was nun?        

Paperback, 140 Seiten, Umschlag: Suzanne Potterat, Regula Leupold, Illustrationen: Regula Leupold, ISBN  3 - 0344 - 0166 - 3   Preis SFR 29.- EUR 19.70,  Seit 7. Dezember 2002 greifbar.  

In diesem Buch wird das Schulwesen zunächst als Patient vorgestellt, auch und vor allem aus der Sicht der PISA-Studie, die in groben Zügen für die Länder Deutschland, Schweiz, Österreich und Finnland analysiert wird. Ein Konsilium von Persönlichkeiten – die sich in einem kurzen Text selber vorstellen – nimmt mit Kommentaren Stellung zu einem Katalog von möglichen Therapie-Mass- nahmen.

Im zweiten Kapitel werden fünf dieser Vorschläge näher betrachtet: Es geht um die Selektion (ein Krebsübel des Schulwesens), um Klassen mit gemischten Jahrgängen (statt der reinen Jahrgangsklassen), um ein Erziehungs-Training für Eltern, um die Pflege kultureller Werte und um Musik in der Schule.

Das dritte Kapitel ist dem Modell der multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner gewidmet: Diese sieben autonomen Intelligenzen umfassen neben der linguistischen, der mathematisch-logischen und der räumlichen Intelligenz (auf welche die IQ-Intelligenz eingeschränkt ist) auch die körperlich-kinästhetische, die intrapersonale, die interpersonale und die musikalische Intelligenz.

Das vierte Kapitel geht ein auf die Musik und ihre Bedeutung für den Menschen und seine Entwicklung. Die Schulversuche mit erweitertem Musikunterricht in der Schweiz 1988 bis 1991 und die daran anschliessenden in Berlin 1992 bis 1998 werden beschrieben und ihre Aufsehen erregenden Ergebnisse vorgestellt. Weil die beiden Studien die Ursachen für die Wirkungen von Musik nicht benennen, werden Erklärungen zunächst in der Alltags-Erfahrung gesucht: Im Rhythmus, den vielfältigen Bezie- hungen der Musik zu den Zahlen, der emotionalen Seite der Musik, der gemeinschaftsbildenden Komponente des Singens, Musizierens und Tanzen im Ensemble, dem Training von Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit und des Intellekts beim spielerischen Erwerb und der Anwendung der musikalischen Grundlagen.

Einen gewichtigen Schritt weiter führen die Einblicke in Ergebnisse der neurologischen Forschung an der Musik (die in ihren Anfängen in den Siebzigerjahren noch belächelt wurde, heute aber zu einer wichtigen Disziplin geworden ist). Die daraus sich ergebenden Vermutungen und Hinweise auf die Rolle der Musik bei der Entwicklung der Intelligenz des Menschen führen zurück zu den sieben Gardner’schen Intelligenzen und deren Beziehungen untereinander. Dabei zeigt sich, dass die Musik ganz eindeutig eine zentrale Stellung einnimmt.

Das fünfte Kapitel weist in die allgemeine Pädagogik und die aus den dargestellten Fakten sich ergebenden Konsequenzen für die Lehrerbildung, dem eigentlichen Schlüssel zum Bildungswesen.

Im letzten Kapitel werden die Grundzüge eines Schulwesens skizziert, das die geschilderten Vorschläge umsetzen würde. Die Musikerziehung hätte darin gleiches Gewicht wie die Sprachen, die Mathematik, die Naturwissenschaften und die bildende Kunst. Die Lehrkräfte müssten ein künstle- risches Flair haben, die einzelnen Schulen würden zu kleinen Kulturzentren, und die Eltern würden stärker – auch in die erzieherische Verantwortung – einbezogen.

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Ernst Waldemar Weber

Die Mitte im Kreis der Intelligenzen ist die Musik

ist erschienen im April 2005 und erhältlich zu CHF 27.-

Das neue Buch von Ernst Waldemar Weber setzt sich auseinander mit der Intelligenz und dem Gewicht ihrer Komponenten, besonders der musikalischen und ihrer zentralen Rolle. Es blickt zwei Millionen Jahre zurück und fragt sich, wie die Musik damals zum Menschen kam und ihn möglicherweise erst zum denkenden und bewussten Wesen machte, es geht aber auch auf die neuere Hirnforschung ein, und es erinnert daran, wie seit Jahrtausenden in Mythen und Märchen die Kraft der Musik besungen wird.  

Der Autor ermahnt die Eltern und die Schulen, die grosse Bedeutung der Musik für die Entwicklung der Persönlichkeit zu erkennen, und er ruft die Politiker dazu auf, endlich für einen guten Musikunterricht in den Schulen zu sorgen.

Ernst Waldemar Weber war Lehrer auf allen Stufen, von der Primarschule bis zur Universität, Sänger mit Konzertdiplom, Stimmbildner und Sprecherzieher, Chorleiter und Organist. Er hat Vieles in Bewegung gebracht, etwa die Versuche mit erweitertem Musikunterricht, zuerst als Pilotprojekt, dann als Nationalfondsstudie, seine Idee einer Institution „Jugend+ Musik“, einen wichtigen Zusatz im Kulturartikel der  neuen Bundesverfassung und Vorstösse für bessere musikalische Ausbildung der Lehrkräfte.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, es kann aber auch über ceterum-censeo@muri-be.ch bestellt werden.

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Vom Ursprung der Musik, der Sprache, des Menschen

32 Seiten, 2006 (3. April)

Die Frage nach dem Ursprung der Sprache hat die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigt, ohne dass bisher eine einleuchtende Antwort gefunden worden wäre. Die vorliegende Arbeit stellt eine interessante neue Theorie vor, die auch das relativ plötzliche Wachstum des Gehirns beim homo habilis vor zwei Millionen Jahren erklären könnte. Nach dieser Theorie hätten die ersten Individuen der Gattung homo die Synchronisationsfähigkeit entdeckt und entwickelt. Diese Fähigkeit ermöglichte das gemeinsame Singen, Tanzen und Musizieren, und so könnten die ersten Laute, die Bausteine der Sprache, erklungen sein.

Die Sprache hätte sich demnach aus den gleichen Anfängen wie die Musik entwickelt, und ebenso wäre auf dieser Grundlage das Bewusstsein entstanden. Tatsächlich ist die Musik in allen Sprachen in Form der Sprachmelodie, ihres Rhythmus, der Pausen und der Betonungen präsent, und unsere Kinder lernen sprechen mit Hilfe der musikalischen Komponenten der Sprache.

Das Büchlein ist im Buchhandel (CHF 9.-) erhältlich, es kann aber auch über ceterum-censeo@muri-be.ch

bestellt werden

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Gewaltprävention durch Musikerziehung          März 2008, 28 Seiten

Der erschreckenden Zunahme der Gewalt, die von Jugendlichen ausgeht, stehen die Experten und die Gesellschaft weitgehend ratlos gegenüber. Dabei wurde vergessen, dass vor Jahren in einer grossen Studie aufgezeigt wurde, dass es mit einer guten musikalischen Bildung in den Schulen eine echte, wissenschaftlich nachgewiesene Prävention gibt. Die Ursachen für die Gewalt liegen ja vor allem in der Kindheit, in Frustration und Ausgrenzung, und in mangelnder sprachlicher Integration. Gemeinsames Singen, Musizieren und Tanzen fördert das Gemeinschaftsgefühl und die soziale Toleranz, weil dazu gegenseitige Achtsamkeit unerlässlich ist.

Der gegenwärtige Umbau unseres Bildungssystems bietet die Chance für eine neue, angemessene Bewertung des Schulfaches Musik. Aber es werden – im Bund und den Kantonen – grosse Anstrengungen nötig sein, um die Kompetenzen der Lehrkräfte auf einen befriedigenden Stand zu bringen.

Die Hinführung zum Singen und zur Musik kann nicht früh genug erfolgen. Eine wunderbare Möglichkeit ist das Eltern-Kind-Singen.

Die Broschüre ist im Buchhandel (CHF 7.-) erhältlich, sie kann aber auch über ceterum-censeo@muri-be.ch

bestellt werden.

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Eltern-Kind-Singen         

Mai 2009. 135 Seiten. ISBN 978-3-033-01955-3. Fr. 28.70 

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Das Buch enthält Beiträge von Heinrich Pestalozzi, der bereits vor fast zweihundert Jahren die Bedeutung der Musik im Umgang mit den Kindern erkannt hat, von Isabella Steffen-Meister, die zusammen mit ihrer Lehrmeisterin Zita Wyss als eigentliche Pionierin das Eltern-Kind-Singen in der Schweiz entwickelt hat, von Helmut Moog, der sich als erster mit dem Musikerleben des vorschulpflichtigen Kindes befasst hat, von Hanuš Papoušek, dem – zusammen mit seiner Gattin wohl renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der frühen Kindheit, der Neurologen Hellmuth Petsche und Lutz Jäncke, von Joachim Bauer, dem Spezialisten für die vor kurzer Zeit entdeckten Spiegelneurone, von Karl Adamek, der sich einen Namen gemacht hat mit seinen Forschungen zum Singen als Lebenshilfe und zum alltäglichen Singen. Es folgen ein Beitrag von Ernst Waldemar Weber über den Ursprung der Sprache und den möglichen Zusammenhang mit dem Ursprung der Musik und schliesslich als Stimmen aus der Praxis Berichte von Margrit Vonaesch über Lektionen in Eltern-Kind-Singen und der Hebamme Kristine Fischer vom Singen mit Schwangeren.

Klappentext:

In den letzten Jahren ist sich die Öffentlichkeit mehr und mehr bewusst geworden, dass die frühe Kindheit für das weitere Leben von entscheidender Bedeutung ist, weil das Kind in den ersten Lebensjahren sehr rasch und sehr viel lernt. Frühförderung ist angesagt, und besorgte Eltern fragen sich, was sie tun müssen, um ihrem Kind den Weg zu ebnen. Der Markt bietet ihnen eine Überfülle von Förderprogrammen und Lernspielzeugen an, und sogar Erziehungsminister schalten sich ein und postulieren Sprachschulungen für Dreijährige.

Doch hier ist äusserste Vorsicht geboten – und eine Einmischung des Staates während der ersten vier Lebensjahre sollte ohnehin gänzlich tabu sein. Natürlicherweise verläuft die Sprachentwicklung über spielerische Eltern-Kind-Interaktionen, und diese intuitive elterliche Früherziehung dürfte auf keinen Fall gestört werden. Im Gegenteil: die Eltern müssten dazu ermuntert werden, den genuinen erzieherischen Kompetenzen, die ihnen als Eltern eines Kleinkindes auf rätselhafte Weise zufliessen, zu vertrauen und sich auf das Spiel mit dem Kind einzulassen. Sie werden dabei eine „positive Gegenseitigkeit“ mit dem Kind erfahren und so dessen integrative und kommunikative Fähigkeiten entwickeln helfen.

Eine wunderbare Möglichkeit dazu ist das Singen mit den Kindern. Es bietet sich auch deshalb an, weil es die musikalischen Komponenten der Sprache sind (Melodie, Rhythmus, Betonungen, Dynamik, Pausen) die es dem Kind erst ermöglichen, die Sprache zu erlernen. Und vielleicht liegt darin der Grund, dass alle Kinder das Singen mit den Eltern so heiss lieben.

Eltern, die glauben, nicht singen zu können oder die keine geeigneten Lieder, Verslein, Kniereiter, Trost- und Schlaflieder kennen, können das alles erlernen im Eltern-Kind-Singen, das in nordischen Ländern schon länger, in der Schweiz seit neun Jahren systematisch gepflegt wird. Eltern-Kind-Singen darf nicht verwechselt werden mit Spielgruppen oder mit kommerziellen Angeboten von Musikkonzernen (die dazu Schnellkurse für „Trainer“ anbieten): Es besteht in sorgfältig vorbereiteten Lektionen von sorgfältig ausgebildeten Leiterinnen mit Live-Musik und eigenem Singen.

Dieses Buch gibt nicht nur Einblicke in das Eltern-Kind-Singen, wie es in der Schweiz mit zunehmendem Erfolg gepflegt wird, es erteilt das Wort auch namhaften Forschern aus der Pädagogik, der Psychologie und den Neurowissenschaften. Und über zwei Jahrhunderte hinweg erweist sich sogar auch Heinrich Pestalozzi als engagierter Befürworter des Eltern-Kind-Singens.

 

"Schafft die Hauptfächer ab!" Bern, Zytglogge, 1991. ISBN 3-7296-0379-5. CHF 25.-

Erhältlich bei ceterum censeo

Warum wirkt Musik so stark auf alle Menschen, und wie wirkt sie? Ist sie eine Himmelsmacht, wie die Alten vermuteten, werden in ihr die Gesetze der Schöpfung zu Klängen? Warum empfinden alle Menschen reine Intervalle als schön? Solchen Fragen wird hier nachgespürt, und es finden sich erstaunliche Hinweise auf Zusammenhänge zwischen Musik und Mathematik, Geometrie, Architektur und Malerei. 

Interessant ist die Verarbeitung von Musik im Gehirn. Sie spricht beide Hemisphären an und fördert so deren Zusammenarbeit. Harmonisches Zusammenwirken der beiden gleichwertigen, aber verschiedenartigen Hirnhälften, der eher rationalen linken und der eher intuitiven rechten, wäre heute dringend nötig und sollte bereits in der Schule geübt werden.

Leider ist das viel zu wenig der Fall. Unser Schulsystem beruht auf dem Prinzip der Selektion, und diese wird sehr einseitig gehandhabt, indem ausschliesslich kognitive und rationale, das heisst linkshemisphärische Kriterien (in den bisherigen Hauptfächern) zum Zug kommen. Die Folge ist ein einseitiges, einäugiges Bildungssystem in einer rational und hierarchisch aufgebauten Gesellschaft, die beide in diesem Zustand den komplexen Anforderungen der Zukunft kaum gewachsen sein werden.

Soll also die Selektion abgeschafft werden, oder könnte sie durch Erweiterung um nichtrationale Kriterien wie musische Qualitäten, Teamfähigkeit, Spielwitz und vernetztes Denken effizienter gemacht werden, indem so aus einem breiteren Angebot eine bessere Auswahl getroffen werden könnte? Eine solche Ausweitung der Selektionsbasis müsste sich wohltuend auf die Schulen auswirken. So könnten sie endlich zu Tempeln der Musse werden, was sie dem ursprüng‑ lichen Wortsinn entsprechend sein sollten. Das Büchlein versteht sich als ein positiver Diskussionsbeitrag zur 700‑Jahr‑Feier der Eidgenossenschaft und schliesst mit einer fröhlichen Vision einer künftigen Schule ohne Noten‑ und Examenstress.

(Klappentext)

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"Musik macht Schule". Biografie und Ergebnisse eines Schulversuchs mit erweitertem Musikunterricht. Essen, Die blaue Eule, 1993. (Mitautor, zusammen mit Maria Spychiger und Jean-Luc Patry). Mit einem Vorwort von Yehudi Menuhin. Vergriffen.

Themenstellung: Auf Grund von Erfahrungen in Ungarn, Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde vermutet, dass durch intensive Beschäftigung mit Musik Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis und Ausdrucks-fähigkeit gefördert und die Lebensfreude gesteigert wird und sich dies auf die schulische Motivation und auf die Schulleistungen auswirkt. Um diese Annahmen zu überprüfen, wurden in den Jahren 1988 bis 1991 in der Schweiz an 50 Klassen wöchentlich fünf Lektionen Singen/Musik unterrichtet, dafür aber in drei Hauptfächern je eine Lektion gekürzt. Diese Schulversuche wurden an der Universität Fribourg/Schweiz wissenschaftlich begleitet.                (Klappentext)

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"Musik macht Schule". Kurzfassung des obigen Buches. Broschüre, 33 Seiten. 2. Zweite Auflage 1997 mit einem Vorwort von Maria Spychiger und einem Anhang über die erweiterten Musikunterricht in der Schweiz nach Abschluss der Schulversuche. Vergriffen. Dieser Text steht elektronisch (ohne Vorwort und Anhang) zur Verfügung, ebenso die Übersetzungen : "Music makes the school" und "La musique fait école". Alle können hier eingesehen und heruntergeladen werden.

"Die vergessene Intelligenz". Die Musik im Kreis der menschlichen Anlagen". Zürich, Pan. 1999. ISBN 3-907073-57-6. Vergriffen; bei mir ist eine Fassung in A4 erhältlich zu Fr. 20.-.

Unsere durch Selektion geprägte Bildungslandschaft beginnt sich langsam zu verändern. So hat etwa der Intelligenz-Quotient als massgebendes Kriterium in den letzten Jahren an Glaubwürdigkeit eingebüsst. An dieser Entwicklung ist auch der amerikanische Forscher Howard Gardner beteiligt, der in den achtziger Jahren in seinem Buch „Frames of Mind" (deutsch „Abschied vom IQ") eine neue Intelligenztheorie vorstellte. Gardner postuliert sieben autonome Bereiche menschlicher Kompetenzen: Neben der linguistischen, der mathematisch-loischen und der räumlichen - diese drei sind im IQ enthalten - nennt er zusätzlich die musikalische, die körperlich-kinästhetische, die intrapersonale und die interpersonale Intelligenz. Der bisherige Intelligenzbegriff wurde damit wesentlich erweitert.

Doch kaum hatten die Bildungsfachleute begonnen, sich mit der Howard'schen Theorie gründlich zu befassen und sie umzusetzen, kam der Bestseller „Emotionale Intelligenz" von Daniel Goleman auf die Öffentlichkeit zu, und plötzlich war - als Alternative zum IQ und als Mittel gegen die Kopflastigkeit unserer Schulen - ein sogenannter „EG" in aller Munde.

Allerdings wussten nur die wenigsten, dass die „Emotionale Intelligenz" eigentlich nichts Neues ist, sondern die Zusammenführung der beiden personalen Intelligenzen nach Gardner. Damit ist in der öffentlichen Diskussion zweierlei falsch gelaufen: Erstens wurde der „EQ" gegen den IQ ausgespielt, was auch aus der Sicht von Goleman völlig unsinnig ist, und zweitens waren die musikalische und die körperlich-kinästhetische Intelligenz - die beide starke emotionale Komponenten aufweisen, aber in der „Emotionalen Intelligenz" glatt vergessen worden waren - zwischen Stuhl und Bank gefallen.

„Die vergessene Intelligenz" möchte diesen offensichtlichen Mangel beheben:

Das Buch geht aus vom Begriff der Intelligenz und seiner Entwicklung, beschreibt die Gardner'schen Intelligenzen und die „Emotionale Intelligenz" und widmet sich dann besonders der musikalischen Intelligenz. Dabei werden die neuronalen Grundlagen des menschlichen Geistes angesprochen und die neuesten einschlägigen Forschungsresultate vorgestellt.

Dieses Buch will Mathematik, Naturwissenschaften und Sprachen keineswegs aus der Schule verbannen und Musik nicht als alleinseligmachendes Fach preisen. Es möchte aber mithelfen, dass die Musik, die Bewegungskünste und die emotionalen (personalen) Intelligenzen endlich im gleichen Masse einbezogen werden in ein Schulsystem, das allen menschlichen Anlagen und Begabungen gerecht wird. Es richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Stufen, an die Verantwortlichen in der Bildungspolitik und an eine Öffentlichkeit, die sich für ein den ganzen Menschen erfassendes Schulwesen interessiert.

(Klappentext)

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